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SYN 13: CALL FOR PICTURES
/ Thema: TAKTLOS
/ Wanted: Gängige Bilddateien und/oder der Link zu eurer Website
/ Einreichungen: Bis 30.10.2016 an

 

Es ist wieder soweit: SYN sucht KünstlerInnen, GrafikerInnen, FotografInnen und IllustratorInnen für die Gestaltung unseres nächsten Bandes!

 

SYN ist eine Publikation von Studierenden der Theater-, Film- und Medienwissenschaft und anderer artverwandter Disziplinen. Zweimal im Jahr laden wir Studierende ein, uns ihre Gedanken zu einem jeweils neuen Thema in Wort und Bild zu übermitteln. Die Illustrationen stehen dabei in einem frei assoziativen Verhältnis zum Text.

 

Im Heft wird nur schwarz auf weiß gedruckt; Farben oder Schmuckfarben können nicht gedruckt werden, was bei der Auswahl der Einreichungen zu berücksichtigen ist. Auch bitten wir euch, die Bilddateien mit „nachname_kurztitel“ zu benennen.
Wir möchten darauf hinweisen, dass wir leider keine finanzielle Aufwandsentschädigung bieten können und dass für einen Abdruck ein aufrechtes Studium seitens der Einreichenden Voraussetzung ist.

 

Wir freuen uns auf eure Einreichungen!

 

Als inhaltliche Inspiration kann unser Call for Papers dienen:

 

Gesellschaft ist Takt. Die Chronographie der Geschichte sieht Linearität vor. An welchen Orten offenbaren sich dabei Brüche und Widerstrebendes in Ordnung und Unordnung? Welche Bewegungen passieren abseits des vorgegebenen Rhythmus? Welche Möglichkeit für ein Durcheinander oder Chaos gibt es? Wie sind der öffentliche und private Raum getaktet? Welche Räume lassen taktlose oder chaotische Momente der Mobilität zu? Was ist, wenn eine*r vom Tempo abweicht oder den vorgegebenen Takt verlässt und damit polarisiert? Ist nur intakt, was im Takt ist?

 

Rhythmus ist Takt. Dieser impliziert ein regulierendes Moment und Intervall, erfordert gleichsam Sensibilität wie auch Gleichförmigkeit. Aus dem Taktlosen kann ein eigener Rhythmus entstehen, im unerwarteten Kontakt eine neue Harmonie aufkeimen, im Divergieren sich eine innovative Taktik herausbilden. Welche Rhythmik entsteht beim Schneiden eines Films, beim Komponieren eines Stückes, bei der Choreographie einer Tanzperformance? Wie wird Ordnung geschaffen und wo ist Raum für Brüche? Impliziert der Takt eine Ordnung? Wie wird diese Taktlosigkeit repräsentiert? Welche Performanz kann dem Ironischen, Sarkastischen und Zynischen in Theater, Bildpraktiken oder auf verbaler Ebene zugesprochen werden?

 

Berührung ist Takt. Welche Wahrnehmungsstrukturen und -präferenzen generieren neue Medien? Wie verändert sich mit ihnen unsere Vorstellung von Taktilem, Kontakt und Realität? Wie können Dinge taktlos sein? Prägen Virtual Reality, Tracking und Apps unseren Rhythmus? Wo zeigt sich dabei Berührungslosigkeit? Wo wird Taktlosigkeit zur Verweigerung? Birgt sie ein produktives oder destruktives Potential in sich?

 

SYN ist auf der Suche nach den schiefen Tönen der Komposition, die bekanntlich erst die Musik machen. Wir laden euch ein, den vorgegeben Takt zu verlassen und wollen innovative Fragestellungen, Auseinandersetzungen mit Kontroversen und neue Zugänge.
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